Unser Beitrag zu

Gemeinwohl-Ökonomie



Gemeinwohl Ökonomie

Die Gemeinwohl-Ökonomie: Unser Kompass auf dem Weg zum guten Unternehmen

Auf der Suche nach einem System, das wertebasiertes Handeln in den Mittelpunkt stellt, sind wir auf die Gemeinwohl-Ökonomie gestoßen. Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) steht für eine andere Form des Wirtschaftens. Das Gemeinwohl soll in den Mittelpunkt des Wirtschaftens gerückt werden, während der rein monetäre Profit als oberstes Ziel unternehmerischer Tätigkeit an Bedeutung verliert.

Erfolgreiche Unternehmen sollen nicht mehr ausschließlich an ihrem finanziellen Erfolg gemessen werden, sondern am geleisteten Beitrag zum Gemeinwohl. Hierzu wurde ein Bilanzierungsverfahren erarbeitet, dass sich aus vier Gemeinwohl-Werten (Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, Ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung) und fünf sogenannten Berührungsgruppen (Lieferant*innen, Eigentumsstrukturen, Mitarbeitende, Kund*innen/Mitunternehmen, Gesellschaftliches Umfeld) zusammensetzt. Was wir an dieser Herangehensweise spannend fanden, ist, dass wir uns auch mit unseren blinden Spots beschäftigen mussten – und nicht nur mit den Kirschen auf der Sahnetorte, von denen wir ohnehin wussten, dass wir sie schon ganz gut meistern.





Die Gemeinwohl-Matrix

Wie Gemeinwohl messbar wird


Der Beitrag zum Gemeinwohl wird auf Basis der Gemeinwohl-Matrix definiert und bewertet. Ziel der Bewertung ist es, die Wirkung von unternehmerischen Aktivitäten auf das Gemeinwohl sichtbar zu machen. Im Bilanzierungsprozess beschreibt die berichtende Organisation strukturiert die einzelnen Aspekte und lässt dabei tief blicken. Bei dieser Evaluation werden die Stufen nach einer Bewertungsskala, den „Evaluationsstufen“, vergeben:

Basis, erste Schritte, fortgeschritten, erfahren und vorbildlich.

Die Zuordnung zu einer Evaluationsstufe geschieht durch die Einbeziehung aller relevanten Informationen und Indikatoren und deren Gesamtbetrachtung. Die Evaluierungsstufen ergeben sich aus einem Punktesystem, die Punktzahl für jedes Matrixfeld errechnet wird. Je stärker der jeweilige Wert in der Organisation gelebt wird, desto höher die Punktzahl. Zusätzlich zur Bewertung auf Themenebene wird eine Gesamtbewertung, die Gemeinwohl-Punktezahl, ermittelt.

Maximal können 1.000 Gemeinwohl-Punkte erreicht werden. Bei gemeinwohl-schädigenden Praktiken werden Minus-Punkte vergeben, die maximal minus 3.600 Punkte betragen können. Rückgekoppelt und geprüft wird das Ganze durch eine so genannte Peer Group. In unserem Falle waren das:

Die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie ist groß: Je höher die Punktzahl eines Unternehmens in der GWÖ-Bilanz ausfällt, desto mehr rechtliche Vorteile soll es erhalten. Hierzu gehören niedrigere Steuern, Zölle und Zinsen oder Vorrang bei öffentlichen Ausschreibungen und Beschaffungen. So entsteht ein rechtliches Anreizsystem, unter anderem mit der Konsequenz, dass ethische Produkte zukünftig preisgünstiger werden als unethische. Die Verletzung von Menschenrechten oder die Zerstörung von Ökosystemen würden in Endverbraucherpreise mit eingerechnet, anstatt wie aktuell einen Wettbewerbsvorteil zu erzeugen.


Einen detaillierten Blick in unsere Kompaktbilanz findet ihr in unserem GWÖ-Bericht. Wir haben die Jahre 2023 und 2024 bilanziert und werden dieses Jahr unsere zweite Bilanzierung (2025/26) vorbereiten sowie unser Verbesserungspotenzial in Angriff nehmen.

Zusammen mit unseren GWÖ-Sparringspartnern Matthias Rausch und Tim Weinert in den letzten Monaten unser kleines Unternehmen nach allen Kriterien der GWÖ unter die Lupe genommen. Knapp 200 Stunden sind in die Bilanzierung geflossen – und jetzt ist es geschafft. Seit Dezember 2025 sind wir ein gemeinwohlbilanziertes Unternehmen!


Kurz reinhören: In dieser KI-generierten Podcastfolge werden unser Unternehmen und zentrale Aspekte unserer Gemeinwohl-Bilanz kurz und verständlich besprochen.




Einblick in Zahlen, Wirkung und Entwicklung

Unsere Gemeinwohl-Bilanz im Überblick




Gemeinwohl als Prozess, nicht als Auszeichnung

Warum die GWÖ-Bilanz mehr als ein schickes Siegel ist


Wir sind stolz auf unsere erste GWÖ-Bilanz. Zum einen können wir uns nun zu den über 1000 GWÖ-bilanzierten Unternehmen weltweit zählen und ein schickes Siegel in unseren Footer auf der Website packen. Zum anderen, und das ist viel wichtiger, haben wir extrem viel bei dem Bilanzierungsprozess und dem Austausch mit der Peer Group gelernt und halten jetzt einen ganz konkreten Maßnahmenplan in den Händen, wie wir uns in den nächsten Jahren verbessern können. Die Gemeinwohlbilanz ist nämlich mehr als ein schickes Siegel für bessere Außendarstellung – sie ist vor allem ein langer und tiefgreifender Prozess zur Optimierung der organisationsinternen Arbeit und Prozesse.

Zukünftig werden wir den Erfolg der Sicherheitsakademie Steiner nicht mehr nur am betriebswirtschaftlichen Jahresabschluss festmachen, sondern auch an den Fortschritten in unserer GWÖ-Bilanz – hier setzen wir uns regelmäßig kritisch mit allen Bereichen bei der Sicherheitsakademie Steiner auseinander, anstatt nur einmal auf die Zahlen zu schauen. Im Idealfall hilft uns die GWÖ-Bilanz, unser Unternehmen ganzheitlich zu hinterfragen, zu optimieren und uns vor Kurzschlüssen und Mission Drift zu bewahren. Für uns ist das der richtige Weg ist, um uns langfristig erfolgreich und nachhaltig aufzubauen.



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